Danke – Спасибо!

Am Ende unserer Reise bedanken wir uns bei der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch für die Förderung unseres Projektes!

Ein weiteres, ganz besonderes Dankeschön geht an Ruslan Greb vom Reise & Servicebüro Sirin in Erfurt, Leipziger Straße 26!

Спасибо, дорогой Руслан, за твою помощь и поддержку!

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Unsere Erkenntnisse

Es war spannend zu erkunden, ob die ВХУТЕМАС eine Parallelbewegung zum deutschen Bauhaus waren… zu sehen, in welchem Zustand sich die einzelnen Gebäude befinden, welchen Zweck sie früher erfüllten und was sie heute darstellen… wie sie wahrgenommen werden…

Die russischen Behörden scheinen wenig für die Erhaltung der avantgardistischen Bauten aus den 20er und 30er Jahren übrig zu haben. Die einstigen Ideen der Konstruktivisten werden zum Teil gar nicht mehr wahrgenommen oder fristen ihr Noch-Vorhandensein als Ruinen. Sie stehen im Abseits der zweifellos beeindruckenden, prunkvollen Sankt Petersburger Architektur. Neue Wolkenkratzer verändern zunehmend das Stadtbild und verkörpern gewissermaßen das neue aufstrebende Russland, in dem vielleicht kein Platz mehr ist für Bauwerke, die ihre eigenen Geschichten erzählen könnten.

Wir hoffen dennoch, dass auch für diesen Teil der Geschichte ein Bewusstsein einsetzt, das die architektonischen Zeitzeugen nicht vergisst. Nikita, einem der russischen Schüler, war es ein Bedürfnis, in den letzten Minuten unserer Begegnung noch einmal hervorzuheben, dass man seine Geschichte kennen und einschätzen muss, um die Zukunft gestalten zu können. In diesem Sinne: Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten!

Neben unseren eigenen Recherchen vor Ort waren folgende Quellen für uns unentbehrlich und ausschlaggebend:

  • Haspel, J.: Das architektonische Erbe der Avantgarde. Hrsg. vom Nationalkomitee der Bundesrepublik Deutschland im Auftrag der Arbeitsgruppe Kultur des Petersburger Dialogs. Sankt Petersburg 2008.
  • Кирков, Б.М., Штиглиц, М.С.: Архитектура Ленинградского авангарда. Издательский дом „Коло“, Санкт-Петербург 2008.

 

Montag – понедельник

Heute ist der Tag der Präsentation unserer Projekt-Ergebnisse! In unseren deutsch-russischen Gruppen stellten wir die Avantgarde-Gebäude vor, zeigten, in welchen Sankt Petersburger Stadtteilen sie sich befinden und erklärten auf Englisch, Deutsch oder Russisch den Werdegang und die Besonderheiten dieser Bauwerke. Unsere Fotos bekamen auf dem eigens von Herrn Carl entwickelten Stadtplan (siehe Dokumentation) ihren Platz neben der jeweils historischen Aufnahme von damals. Unsere russischen Partnerschüler und auch die Lehrer staunten sehr, denn von einigen Gebäuden, an denen sie fast täglich vorbeigehen, war ihnen gar nicht bewusst, dass es sich tatsächlich um architektonische Baudenkmäler handelt!

Sonntag – воскресенье

Projekttag!

Heute haben wir den ganzen Tag Zeit, unsere Gebäude der russischen Avantgarde zu finden, sie zu fotografieren und ihren Bauzustand zu erkunden…

Юноная ярмарка – so heißt einer der größten Basare bzw. Trödelmärkte im Stadtrandgebiet. Es gibt nichts, was es hier nicht gibt…


Von einer Saure-Gurken-Verkäuferin werden wir wiedererkannt – und wir wissen seit 2008 genau, dass wir nur bei ihr Gurken kaufen…

Wer fertig ist mit seinem Projekt, nutzt die Zeit individuell. Julia schreibt in den Gruppen-Chat:
„Eremitage ist für uns mit Schülerausweis kostenlos 😍 ich geh hier nie wieder weg 😅🙈♥️.“

Peterhof – Петергоф

IMG_6109.JPGIMG_6059IMG_6060IMG_6061IMG_6062IMG_6063IMG_6064Pünktlich, kurz vor 11 Uhr, kamen wir in der ca. 40 km vom Stadtzentrum entfernten Sommerresidenz Peters des Großen an und durften miterleben, wie die zahlreichen Wasserspiele, Fontänen und Springbrunnen unter festlichen Klängen zum Leben erwachten.

Angesichts dieser prächtigen Schlossanlage kann man sich nur schwer vorstellen, dass im Zweiten Weltkrieg alles in Trümmern lag und nur eine kleine, aber erschütternde Foto-Dokumentation erinnert noch daran.