Berg- und Talfahrt

Heute haben wir unsere Heimreise angetreten. Am Morgen war uns allen komisch zumute. Das lag bei den einen daran, dass sie nicht von St. Petersburg weg wollten. Den anderen ging es nicht gut, weil sie sich erkältet haben oder sich einfach komisch schlecht fühlten. Ich fühlte mich heute oft seltsam, vielleicht war es nur Aufregung. Ich weiß zwar nicht, wieso ich aufgeregt sein sollte, aber mein Körper spricht eine andere Sprache und vielleicht sollte mein Gefühl heute aus Aufregung bestehen. Nach einer Woche mit sehr wenig Schlaf, aber viel Spaß, Freude, Leidenschaft und interessanten Gesprächen sitze ich im Zug und freue mich auf mein Zuhause – Erfurt. Und auf die Menschen, die ich liebe. Ich freue mich auf ihre Gesichter, wenn sie sehen, dass ich doch an sie gedacht habe. Ich freue mich auf ihre Nähe und ihre Gegenwart.

Wie sagt man so schön? Zu Hause ist es ja doch am schönsten und obwohl ich mein Zuhause im Moment noch finden und darauf warten muss, ist es daheim am schönsten. Denn daheim ist da, wo sie sind – meine Liebsten.

Advertisements

3 Gedanken zu „Berg- und Talfahrt

  1. Auch wenn es zu Hause am schönsten ist, bei den Freunden und bei der Familie, wäre ich lieber länger in Sankt Petersburg geblieben mit meiner zweiten Familie in meinem zweiten Zuhause. Ich möchte wirklich wieder zurück, denn es war da alles so wunderschön, perfekt und viel zu interessant, um von dort weg zu gehen.

    Gefällt 1 Person

  2. Während der Zeit in Russland haben wir uns alle besser und näher kennengelernt. Ich muss wirklich sagen, dass es mir sehr schwer fiel, Abschied zu nehmen. Die wunderschöne Stadt, die tollen Erinnerungen und die sympathischen Leute bleiben für immer in unseren Herzen. Ich würde sehr gerne wieder dort hin, denn es hat sich alles auf jeden Fall gelohnt!!

    Gefällt 1 Person

  3. „Reisen veredelt den Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf.“ Genau dieses Zitat ist perfekt an die Reise angelehnt. Vor der Russlandreise hatte ich nicht immer ein gutes Bild von Russland – vor allem ich selber als Russe … Doch das änderte sich während der Reise. Die Gesellschaft ist dort nicht so „wild“, wie oft erzählt oder gesagt wird. Ganz im Gegenteil, ich finde die Menschen wirken dort viel offener, freundlicher und vor allem stilvoller – nur während ihrer Arbeit nicht. Wieso die Menschen sich dort vielleicht gut kleiden, liegt daran, dass sie kreativer sind, weil sie eben nicht viel Geld haben. Doch das Vorurteil, dass Russen viel Wert auf das Äußere legen, kann ich bestätigen. Lieber haben sie teure, schicke Autos und sehen selbst gut aus, obwohl es dann bei ihnen daheim wiederum ganz anders aussieht.
    Was mir persönlich aufgefallen ist, tun sie mehr für ihre eigene Karriere. Wenn sie etwas wollen, dann machen sie das auch einfach, ohne sich groß zu beschweren. Das finde ich halt echt super und hat mich nachdenklich gemacht, was wir hier eigentlich für unser Geld bekommen und wie wenig sie für ihre anstrengendere Arbeit bekommen. Wir Deutschen meckern zu viel, glaube ich. Wir wollen zu viel für nichts.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s