Dankbarkeit

Der Abschied war gekommen. Wir müssen Sankt Petersburg in den bevorstehenden Morgenstunden verlassen.
Zu Beginn diesen Tages waren wir um zehn in der „Aula“ unserer Partnerschule verabredet. Als wir dort ankamen, wurden uns zunächst einige Minuten zum Absprechen und im Anschluss zum Präsentieren gegeben. Darauf folgten viele Worte der russischen Lehrer, aber auch Frau Eichler hatte einiges zu sagen. Mischa hat dann den Vorschlag gemacht, auf dem Klavier in der ersten Etage zu spielen. Ich konnte mir denken, welches Lied er spielen würde, aber damit, dass ich schon wieder weinen müsste, habe ich nicht gerechnet. Es ist ein unangenehmes Gefühl, dass alle einen weinen sehen und ich weiß auch gar nicht, was, seit wir hier sind, los ist. Doch auch das habe ich überstanden und nach dem Gruppenfoto und einem kurzen Besuch im Supermarkt fuhren wir zurück ins Hostel. Ich habe in unserem Zimmer dann alles aufgeräumt und, soweit es ging, meinen Koffer gepackt, damit ich den Rest des Tages keinen Stress mehr habe und die letzten Stunden einfach genießen kann. Wir waren dann noch ein Mal draußen, um Mittag zu essen und noch mehr auf einem Basar umher zu stöbern. Ich habe noch wunderschöne Dinge gefunden und freue mich sehr auf die lächelnden Gesichter meiner Liebsten.

Eine der russischen Lehrerinnen sagte heute, dass wir uns bei unseren Eltern bedanken sollen, dass wir die Möglichkeit bekamen, an dieser Reise teilzunehmen. Und das tue ich, denn eigentlich wollte ich nicht mit, um meiner Mutter die zusätzlichen Kosten zu ersparen. Zu Beginn der Planung unserer Reise waren einige das Geld betreffende Dinge teilweise ungeklärt. Doch meine Mutter wusste es besser, natürlich. Wie das eben so ist. Ich wurde zu meinem Glück gezwungen und Mama, ich danke dir dafür, denn das hier war toll! Es ist so schade, dass die Reise in diese Zeit gefallen ist, sodass meine Jahrgangsstufe in der zwölften Klasse verreist ist, ich würde so gerne noch einmal mitkommen. Ich wünsche mir, dass die nächsten Generationen es genauso erleben und genießen können wie wir und dass sie vielleicht auch wirkliche Freunde hier in Russland finden. Ich bin sehr dankbar und froh für diese Erfahrungen und freue mich auf die der nächsten Reise.
Jetzt heißt es schlafen gehen und morgen sehr früh aufstehen und ab geht’s zurück, in mein ebenfalls sehr geliebtes Erfurt.

Advertisements

2 Gedanken zu „Dankbarkeit

  1. Der größte Dank geht trotzdem noch mal an die Lehrer, die uns das überhaupt ermöglicht haben! Wie viel Mühe sie sich wohl gegeben haben, um uns so was Schönes zu ermöglichen. Die Stadt war mehr als schön, das Programm war sehr interessant und spannend und es war alles perfekt. Ich habe viele neue Freundschaften geschlossen und dafür bin ich meiner Familie dankbar, die damit einverstanden war, dass ich mitfliege und natürlich Frau Eichler, Frau Dittforth und Herrn Carl.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s